Der erste Frost klopft an – und zwar diese Woche zum allerersten Mal in dieser Saison. Zeit, den Garten offiziell in den Winterschlaf zu schicken. Ich sag’s mal so: Die einen dekorieren im Oktober schon den Adventskranz, wir rennen hektisch mit Laubhaufen, Schutzhüllen und Kokosmatten durch den Garten, weil es „heute Nacht bis -2 Grad geben soll!!!“.
Willkommen auf dem Kleinen Deichhof.
Hier also unser kleines Winter-Rundum-Paket für Pflanzen, die den Winter bitte überstehen sollen.
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Noch schnell bevor’s gefriert: Knoblauch stecken
Bevor ich irgendwas einpacke, kommt immer der Winterknoblauch in die Erde. Der ist absolut dankbar und macht so viel mehr her, als man denkt.
Wir hatten dieses Jahr eine richtig schöne Ernte – im Juli, sobald etwa zwei Drittel der Blätter braun waren, einfach rausziehen, trocknen lassen, fertig.
Wir stecken ihn:
- ins Erdbeerboot
- in zwei Hochbeete
- und einfach überall, wo im Herbst noch Platz ist (auch in Töpfen bei den Erdbeeren)
Den Knoblauch, den wir nutzen, bekommst du z. B. hier*:
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Und ja – Oktober/November setzen, Juli ernten. Das funktioniert jedes Jahr.
Letzte Ernte: Kürbis raus, Salat rein
Die Kürbisse sind inzwischen alle abgeerntet.
Im Gewächshaus ist tatsächlich noch richtig gut Salat – und ein paar Tomaten kämpfen tapfer weiter. Ich bezweifle, dass die noch rot werden… aber vielleicht schenkt uns der Norden ja noch drei sonnige Tage. (Man darf ja träumen.)
Beete winterfest machen – keine Wissenschaft, aber wichtig
Ich mache es wie jede Saison:
Die Beete werden einmal komplett von Wurzeln und Unkraut befreit und dann dick mit Laub abgedeckt.
Wichtig:
- Kein Walnusslaub, das braucht ewig, um zu verrotten.
- Wir haben nur einen richtigen Walnussbaum (und einen, der eher die Bonsai-Karriere anstrebt), daher war das Thema schnell erledigt.
Laubmulch schützt den Boden vor Frost, hält Feuchtigkeit und schafft im Frühjahr eine richtig schöne, lockere Erde.
Olive & Feige: Das sind die Diva-Pflanzen im Winter
Unser Olivenbaum und die Feige bekommen jedes Jahr ihre Winter-Schutzhüllen.
Sie sind hier oben an der Küste zwar erstaunlich tapfer, aber Wind + Frost + Nässe ist einfach ein mieser Dreier für mediterrane Pflanzen.
Wir nutzen dafür diese Schutzhüllen*:
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Dazu kommt:
- eine Kokosmatte um den Stamm*,
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- und bei Töpfen: Topf isolieren + oben Mulch drauf
Das ist nicht hübsch, aber die Alternative wäre eine Pflanzen-Beerdigung im März. Und darauf habe ich ungefähr so viel Lust wie auf eingefrorene Regentonnen.
Lavendel & Zierbeete: Weniger empfindlich, aber trotzdem schützen
Die Lavendel und Zierbeete bekommen ebenfalls Laub und eine dünne Schicht Reisig.
Das schützt vor Temperaturschwankungen und verhindert, dass die Pflanzen durch wiederholtes Gefrieren und Auftauen hochgedrückt werden.
Lavendel muss man nicht einmummeln wie eine Olive, aber ein bisschen Schutz hilft, vor allem bei jungen Pflanzen.
Topfpflanzen: Die eigentlichen Frost-Dramaqueens
Alles, was in Töpfen steht, friert viel schneller durch – egal, ob robust oder nicht.
Unsere Regeln:
- Töpfe zusammenstellen (Wärmeinsel-Effekt)
- Wurzeln mit Mulch abdecken
- Kübel mit Kokosmatten oder Jutesäcken isolieren*
- Sehr empfindliche Pflanzen nah an die Hauswand
Je größer der Topf, desto besser die Überlebenschancen – aber du weißt ja, wie das ist: Man fängt mit einem Topf an und plötzlich hat man 17.
Und plötzlich ist Januar…
Das Lustige ist: Kaum hat man alles schön eingepackt, beginnt im Kopf schon der Countdown zur nächsten Saison.
Bei uns startet die Voranzucht traditionell im Januar….zum Glück haben wir ein Gewächshaus! 🙂
Neue Saison, neues Chaos, neue Pflanzen. Ich freu mich jetzt schon drauf.
Wie bereitet ihr euren Garten auf den Winter vor? Habt ihr einen Geheimtrick für Oliven, Feigen oder Topfpflanzen?
Schreibt’s gern in die Kommentare – ich sammle immer neue Ideen!






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